Für Unternehmen und Selbstständige

Für Unternehmen und Selbstständige

Hier finden Sie die wichtigsten Informationen für Unternehmen und Selbstständige im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Unter den angeführten Links finden Sie nähere Hinweise sowie die Kontaktdaten zu Ansprechpartnern.

 

Überbrückungshilfen 1, 2 und 3

Die Überbrückungshilfe ist ein branchenübergreifendes Zuschussprogramm des Bundes mit einer Laufzeit von zunächst 3 Monaten - Juni bis August 2020 – Überbrückungshilfe I, das hilft, Umsatzrückgänge während der Corona-Krise abzumildern.
Das Programm wurde für Solo-Selbstständige, Freiberufler und im Unternehmen tätige Inhaber von Einzelunternehmen und Personengesellschaften mit höchstens 50 Mitarbeitern in Nordrhein-Westfalen mit der NRW Überbrückungshilfe Plus ergänzt.

Zwischenzeitlich ist die Antragsstellung für die Bundes- und NRW-Überbrückungshilfe I abgelaufen!

Für die Monate September bis Dezember 2020 wurde die Überbrückungshilfe verlängert, der Zugang erleichtert und die Hilfen sowohl im Bundes- als auch im Landesprogramm erweitert – Überbrückungshilfe II.

In NRW (Überbrückungshilfe Plus) können Unternehmensinhaber, Freiberufler und Solo-Selbstständige, die beim Programm des Bundes durchs Raster fallen, eine zusätzliche Förderung von 1.000 Euro pro Monat (fiktiver Unternehmerlohn) für maximal vier Monate im Zeitraum September bis Dezember 2020 erhalten, sofern sie die Antragsvoraussetzungen der Überbrückungshilfe II des Bundes erfüllen.

Die grundlegenden Antragsvoraussetzungen und Förderhöhen können Sie der Abbildung entnehmen.

Die Anträge sind zwingend seit dem 25.11.2020 durch einen beauftragten Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, vereidigten Buchprüfer oder Rechtsanwalt zu stellen. Anträge können auch rückwirkend noch bis zum 31.03.2021 gestellt werden.

Näheres zur Überbrückungshilfe II des Bundes finden Sie hier:
https://www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de/UBH/Redaktion/DE/FAQ/FAQs/faq-liste-02.html

Näheres zur Überbrückungshilfe II des Landes NRW hier:
https://www.wirtschaft.nrw/ueberbrueckungshilfe2

Einen guten Überblick bietet die Internetseite der IHK Detmold unter:
https://www.detmold.ihk.de/corona-ueberbrueckungshilfe-4822466
und zudem einen ausführlichen FAQ-Katalog der Bundessteuerberaterkammer:
https://www.bstbk.de/downloads/bstbk/steuerrecht-und-rechnungslegung/fachinfos/BStBK_FAQ_UEberbrueckungshilfen_II.pdf

Die Überbrückungshilfe 3 schließt sich für die Monate Januar bis Juni 2021 an.

Auch bei der Überbrückungshilfe III gibt es weitere Verbesserungen, bspw. bei der Ansetzbarkeit von Ausgaben für Instandhaltung, Modernisierungsmaßnahmen oder auch Kosten für Abschreibungen. Bisher ist angedacht bei der Höhe anstelle von bislang max. 50.000 Euro pro Monat künftig auf bis zu max. 200.000 Euro pro Monat (laut Beschluss der Bund-Länder-Runde Mitte Dezember sogar bis zu 500.000 EURO) Betriebskostenerstattung zu ermöglichen.

Die Überbrückungshilfe III wird erhebliche Verbesserungen für Soloselbständige bringen. Betroffene, zum Beispiel aus dem Kunst- und Kulturbereich, sollen künftig eine einmalige Betriebskostenpauschale von bis zu 5.000 Euro für den Zeitraum bis Ende Juni 2021 als steuerbaren Zuschuss erhalten können. Dazu wird die bisherige Erstattung von Fixkosten ergänzt um eine einmalige Betriebskostenpauschale, die Neustarthilfe für Soloselbständige. Die Neustarthilfe ist aufgrund ihrer Zweckbindung nicht auf Leistungen der Grundsicherung u.ä. anzurechnen. Die Neustarthilfe wird als Vorschuss ausgezahlt, auch wenn die konkreten Umsatzeinbußen während der Laufzeit bei Antragstellung noch nicht feststehen.

Die Nachrichten zur Überbrückungshilfe III können Sie hier abrufen:
https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Pressemitteilungen/2021/02/20210210-antragstellung-fuer-ueberbrueckungshilfe-lll-ist-gestartet.html

 

Außerordentliche Wirtschaftshilfe

Die November- und Dezemberhilfe sind Unterstützungsangebote für Unternehmen, Betriebe, Selbstständige, Vereine und Einrichtungen, deren Betrieb aufgrund der zur Bewältigung der Pandemie erforderlichen Maßnahmen nach den Beschlüssen vom 28.10.20 geschlossen wurde. Es werden Zuschüsse pro Woche in Höhe von 75 Prozent des durchschnittlichen wöchentlichen Umsatzes im November bzw. Dezember 2019 in Form einer einmaligen Kostenpauschale gezahlt.

Anträge für die Novemberhilfe können seit dem 25.11.2020 über die bundeseinheitliche Antragsplattform der Überbrückungshilfe gestellt werden. Die Dezemberhilfe kann seit dem 23.12.2020 beantragt werden. Die Anträge müssen elektronisch durch einen Steuerberatenden, Wirtschaftsprüfenden, vereidigten Buchprüfenden, Rechtsanwalt oder Rechtsanwältin gestellt werden. Sie können rückwirkend bis zum 30.04.2021 eingereicht werden.

Seit dem 25. November 2020 werden bei Anträgen über Prüfende Dritte Abschlagszahlungen von bis zu 10.000 Euro gezahlt. Ab 11. Dezember beträgt die Höchstgrenze der Abschlagszahlungen bei Anträgen über Prüfende Dritte 50.000 Euro. Antragsteller, die bereits eine auf 10.000 Euro gedeckelte Abschlagszahlung erhalten haben, werden eine weitere Abschlagszahlung bis zum Höchstbetrag von 50.000 Euro erhalten.
Bei Direktanträgen von Soloselbständigen werden bis 5.000 Euro direkt ausgezahlt.

Soloselbständige können als Vergleichsumsatz alternativ den durchschnittlichen Monatsumsatz im Jahre 2019 zugrunde legen. Bis zu einem Förderhöchstsatz von 5.000 Euro sind sie direkt antragsberechtigt, sofern sie bisher noch keinen Antrag auf Überbrückungshilfe gestellt haben. Sie benötigen ein ELSTER-Zertifikat. Informationen zur Erstellung eines Benutzerkontos für ELSTER und zur Zertifikatsdatei finden Sie auf dem ELSTER-Portal der Finanzbehörden.

Andere staatliche Leistungen, die für den Förderzeitraum gezahlt werden, werden auf die November-und auch auf die Dezemberhilfe angerechnet. Das gilt vor allem für Leistungen wie Überbrückungshilfe oder Kurzarbeitergeld.

Näheres dazu finden Sie hier:

www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de/UBH/Redaktion/DE/Textsammlungen/novemberhilfe.html

https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Pressemitteilungen/Finanzpolitik/2020/11/2020-11-27-PM-dezemberhilfe-ueberbrueckungshilfe-III.html

www.bundesfinanzministerium.de/novemberhilfe

 

Soforthilfe / Rückmeldeverfahren

Anträge für die NRW-Soforthilfe 2020 konnten vom 27. März 2020 bis zum 31. Mai 2020 gestellt werden. Zuwendungsempfänger*innen sind verpflichtet, den Anteil der Soforthilfe zurückzuzahlen, der höher ist als der tatsächliche Liquiditätsbedarf im Förderzeitraum. Die Abrechnung soll im Frühjahr 2021 erfolgen, für eine mögliche Rückzahlung besteht bis zum Herbst 2021 Zeit.

Alle Soforthilfe-Empfänger erhalten eine Mail von der E-Mailadresse noreply(at)soforthilfe-corona.nrw.de, die ihnen die Möglichkeit eröffnet, mit einem Klick Zugriff auf die sog. Berechnungshilfe sowie das Rückmelde-Formular zu erhalten.

Viele Soforthilfe-Empfängerinnen und -Empfänger äußerten den Wunsch, noch in 2020 abzurechnen, um eventuelle Rückzahlungen noch im Jahr 2020 verbuchen und steuerlich geltend machen zu können. Sie können also wahlweise ihre Rückmeldung tätigen. Bitte beachten Sie dabei, dass es nach Absenden des Rückmelde-Formulars keine Korrekturmöglichkeit mehr gibt. Es wird deshalb empfohlen, den Rückmeldezeitpunkt so zu wählen, wie er für Sie am vorteilhaftesten ist.

Nähere Informationen finden Sie hier:

https://www.wirtschaft.nrw/nrw-soforthilfe-2020-rueckmeldeverfahren-alt

Hotline des Landes NRW zum Rückmeldeverfahren: 0211-7956 4995

Hotline der IHK Detmold zur Soforthilfe: 05231- 7601 94

 

Liquiditätssicherung

Für die Überbrückung von Liquiditätsengpässen in Corona-Zeiten stehen gewerblichen Unternehmen, Angehörigen der freien Berufe und Existenzgründern in Nordrhein-Westfalen verschiedene öffentliche Finanzierungsangebote zur Verfügung.
Beispielsweise hat die NRW.BANK zusätzliche Programmvarianten ihres Universalkredits aufgelegt. Er wurde attraktiver gestaltet und übernimmt nun bereits ab dem 1. Euro bis zu 80% des Risikos. Die Bewilligung läuft im Hausbankenverfahren.

Finanzierungsangebote für gemeinnützige Organisationen, zur Förderung öffentlicher und sozialer Infrastrukturen sowie zur Digitalisierungs- und Innovationsförderung stehen derzeit befristet bis 30.06.2021 zur Verfügung.

Anbieterunabhängig und kostenlos informieren die Förderberater der NRW.BANK Unternehmen zu allen zur Verfügung stehenden Unterstützungsangeboten. Dazu gehören sowohl die Förderprogramme der NRW.BANK als auch der KfW, der Landwirtschaftlichen Rentenbank, der Bürgschaftsbank NRW sowie des Landes, des Bundes und der EU.

https://www.nrwbank.de/de/themen/gruendung/corona-hilfe-nrwbank.html
NRW.BANK-Service-Center: 0211 91741 4800

Informationen über Angebote anderer Anbieter erhalten Sie auch hier:

https://www.kfw.de/inlandsfoerderung/Unternehmen/KfW-Corona-Hilfe/
KfW-Bank: 0800 539 9000

https://ww.bb-nrw.de/de/aktuelles/news/detail/Corona-Krise-Buergschaftsbanken-erweitern-Unterstuetzung-von-KMU/
Bürgschaftsbank NRW: 02131 5107 200

https://www.wirtschaft.nrw/coronavirus-informationen-ansprechpartner
Wirtschaftsministerium des Landes NRW

https://www.kbg-nrw.de/de/produkte/mikromezzaninfonds/
KBG-Kapitalbeteiligungs-Gesellschaft NRW: 02131 5107 200

 

Steuerliche Erleichterungen

Die Finanzverwaltung NRW kommt betroffenen Unternehmen auf Antrag mit Steuerstundungen und der Herabsetzung von Vorauszahlungen entgegen und ist aufgefordert ihren Ermessensspielraum zu Gunsten der Steuerpflichtigen so weit als möglich auszunutzen. Sollten Sie als Unternehmen oder Freiberufler davon Gebrauch machen wollen, wenden Sie sich bitte an das für Sie zuständige Finanzamt bzw. nutzen Sie die Antragsformulare.
Nähere Informationen und Antragsformulare zum Download zu sämtlichen steuerlichen Erleichterungen finden Sie hier:

https://www.finanzverwaltung.nrw.de/de/steuererleichterungen-aufgrund-der-auswirkungen-des-coronavirus

 

Kurzarbeitergeld

Erleiden Firmen durch die Folgen von Corona Arbeitsausfälle, ist dafür ein Ausgleich über Kurzarbeitergeld (KUG) möglich. Die Bundesregierung hat Erleichterungen für den Bezug von KUG auf den Weg gebracht.

  • Absenkung des Quorums für Kurzarbeit auf mindestens 10% der Beschäftigten, die von Arbeitsausfall betroffen sein müssen
  • teilweiser oder vollständiger Verzicht auf den Aufbau negativer Arbeitszeitsalden
  • Kurzarbeitergeld auch für Leiharbeitnehmer
  • vollständige oder teilweise Erstattung der Sozialversicherungsbeiträge durch die Agentur für Arbeit
  • unter bestimmten Voraussetzungen Verlängerung der Bezugsdauer auf bis zu 24 Monate

Alle oben genannten Voraussetzungen und Angaben gelten befristet bis 31. Dezember 2021, wenn Sie spätestens für März 2021 erstmalig Kurzarbeitergeld erhalten.

Wichtig ist, dass Betriebe und Unternehmen im Bedarfsfall Kurzarbeit anzeigen. Die Anzeige der Kurzarbeit sollte an die E-Mail-Adresse detmold.arbeitgeber(at)arbeitsagentur.de gesendet werden. Die Anzeige verpflichtet Sie nicht zur Durchführung. Weitere Infos:

Agentur für Arbeit0800 4555 520
https://www.arbeitsagentur.de/m/corona-kurzarbeit

In diesen Videos wird Ihnen anschaulich erklärt, wie und unter welchen Voraussetzungen Sie Kurzarbeitergeld beantragen können:
https://www.arbeitsagentur.de/unternehmen/finanziell/kurzarbeitergeld-video

 

Grundsicherung / Vereinfachter Zugang möglich

Arbeitsuchende aber auch Kurzarbeitende, Freiberufler und Soloselbständige können vorübergehend und vereinfacht Zuschüsse aus der Grundsicherung erhalten. Wer seit dem 1. März 2020 Corona bedingt einen Neuantrag auf Grundsicherung stellt, für den entfällt für die ersten 6 Monate die Vermögensprüfung, wenn erklärt wird, dass kein erhebliches Vermögen verfügbar ist. In den ersten 6 Monaten des Leistungsbezugs werden die Ausgaben für Miete und Heizung in tatsächlicher Höhe anerkannt.
Hinweis: Die Regelungen über den erleichterten Zugang zur Grundsicherung gelten für Bewilligungszeiträume, die bis zum 31. März 2021 beginnen.

Näheres dazu finden Sie hier:
https://www.arbeitsagentur.de/m/corona-grundsicherung

Service-Hotline für Selbstständige: 0800 4 5555 21

 

Soforthilfe für Künstler*innen und Kreative

Die Bundesregierung unterstützt mit einem umfangreichen Rettungs- und Zukunftsprogramm das kulturelle Leben. In NRW wurde dafür ergänzend der NRW-Stärkungspaket „Kunst und Kultur" aufgelegt.

Alle Informationen rund um die Corona-Hilfen für Künstler*innen und Kreative von Soforthilfe über Kurzarbeitergeld und Grundsicherung bis hin zu Liquiditätshilfen, etc. finden Sie unter:
https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/coronavirus/hilfen-fuer-kuenstler-und-kreative-1732438

Näheres zum NRW-Stärkungspaket „Kunst und Kultur“ gibt es hier:
https://www.mkw.nrw/FAQ_Sofortprogramm

Hotline der Bundesagentur für Arbeit zur Grundsicherung:  0800 4 5555 23

 

Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“

Im Ausbildungsjahr 2020/2021 können KMU bis 249 Beschäftigte, die durch die Corona-Pandemie betroffen sind, Ausbildungsprämien von 2.000/3.000 EURO erhalten, wenn sie die Ausbildungsleistung fortführen, erhöhen oder trotz erheblicher Arbeitsausfälle ihre Ausbildungsaktivitäten fortsetzen. Auch für die Übernahme von Auszubildenden ist eine Prämie vorgesehen.

Wichtig: Es werden Ausbildungsverhältnisse gefördert, die im Zeitraum vom 01.08.2020 bis 15.02.2021 beginnen. Für die Beantragung müssen die Formulare sowie die dazugehörigen Anlagen der Bundesagentur für Arbeit verwendet werden.

Wenn Ihr Unternehmen aufgrund der Corona-Krise Kurzarbeit anzeigt, aber einen Arbeitsausfall bei den Auszubildenden vermeidet, können Sie einen Zuschuss zur Ausbildungsvergütung erhalten.

Nähere Informationen und Formulare zu den Ausbildungsprämien und dem Zuschuss zur Ausbildungsvergütung finden Sie hier: https://www.arbeitsagentur.de/unternehmen/finanziell/bundesprogramm-ausbildungsplaetze-sichern  

Hotline des Arbeitgeberservice: 0800 4 5555 20

 

Entschädigung von Verdienstausfällen bei Quarantäne, Tätigkeitsverbot oder Kinderbetreuung

Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) ist für die Entschädigung von Verdienstausfällen bei einer durch eine zuständige Behörde ausgesprochenen Quarantäne zuständig. Der LWL entschädigt auch bei Verdienstausfällen, die durch ein behördlich angeordnetes Tätigkeitsverbot und für Verdienstausfälle, die durch die Betreuung von Kindern entstanden sind.
Einen Anspruch auf Entschädigung haben auch:
> Arbeitgeber, die ihren Arbeitnehmer*innen (für längstens sechs Wochen) die Entschädigung auszahlen und
> Selbstständige, deren Betrieb oder Praxis während der Dauer der Quarantäne oder des Tätigkeitsverbots geschlossen ist. Sie können zusätzlich den Ersatz von weiterlaufenden und nicht gedeckten Betriebsausgaben nach § 56 Absatz 4 Satz 2 IfSG beantragen.

Info-Hotline: 0800 933 63 97 (Montag bis Samstag von 7 bis 20 Uhr)
https://www.corona-infektionsschutzgesetz-nrw.lwl.org/de/quarantaene-und-taetigkeitsverbot/
https://ifsg-online.de/index.html

 

 

Jobcenter Lippe

Kundinnen und Kunden werden ins Jobcenter zu persönlichen Beratungsgesprächen eingeladen. Diese Gespräche erfolgen jedoch nur nach vorheriger Terminvereinbarung und unter Einhaltung strenger Sicherheitsmaßnahmen zum Infektionsschutz. Die Mitarbeiter*innen des Jobcenters sind aber vorrangig telefonisch oder per Mail für Sie da. Den Arbeitgeberservice des Jobcenters Lippe erreichen Sie unter:

Service-Nummer: 05231 4599 460
Mail: Arbeitgeberservice(at)jobcenter-lippe.de

 

Aussetzung der Insolvenzantragspflicht

Im März 2020 ist die Insolvenzantragspflicht zunächst bis zum 30.09.2020 für Unternehmen ausgesetzt worden, die infolge der Coronavirus-Pandemie insolvenzreif geworden sind und dennoch Aussichten darauf haben, sich zu sanieren.

Aktuell gilt das Gesetz zur Abmilderung der Folgen der Corona-Pandemie im Insolvenzrecht bis zum 31. Januar 2021. Allerdings mit einer Änderung: Ausgenommen von der Pflicht, Insolvenzantrag zu stellen, sind nur noch Unternehmen, die überschuldet sind. Überschuldeten Unternehmen will die Bundesregierung weiterhin zusätzliche Zeit einräumen, Sanierungs- und Restrukturierungsmaßnahmen durchzuführen.

Für zahlungsunfähige Unternehmen gelten seit dem 1. Oktober 2020 an wieder die alten Regelungen. Dann muss die Geschäftsführung innerhalb von drei Wochen nach Kenntnis der Zahlungsunfähigkeit Insolvenzantrag beim zuständigen Amtsgericht stellen.

Das Kabinett hat nun eine Formulierungshilfe beschlossen. Damit soll die Aussetzung der Insolvenzantragspflicht bis zum 30. April 2021 verlängert werden, um die Folgen der Pandemie für die Wirtschaft abzufedern.

Die Verlängerung soll den Schuldnern zugutekommen, die einen Anspruch auf finanzielle Hilfen aus den aufgelegten Corona-Hilfsprogrammen haben und deren Auszahlung noch aussteht. Voraussetzung ist grundsätzlich, dass die Hilfe bis zum 28. Februar 2021 beantragt wird und die erlangbare Hilfeleistung zur Beseitigung der Insolvenzreife geeignet ist. Die Aussetzung der Insolvenzantragspflicht gilt aber nur, wenn die Krise pandemiebedingt ist und mit einer Auszahlung der Hilfen zu rechnen ist. Schließlich muss durch die staatlichen Gelder eine Überlebenschance für das Unternehmen bestehen.

Die neuen Regelungen sollen ab dem 1. Februar 2021 gelten und sich damit nahtlos an das bestehende Gesetz anschließen.

https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/coronavirus/insolvenzaussetzungsgesetz-1781394

 

Weitere nützliche Kontakte

IHK Lippe zu Detmold:
05231 7601 94  (Soforthilfe/Überbrückungshilfe 1 und 2)
05231 7601 93  (Kurzarbeitergeld)

www.detmold.ihk.de/ihk-lippe-coronavirus

Kreishandwerkerschaft Paderborn-Lippe05251 700 107
www.kh-online.de

Handwerkskammer Ostwestfalen zu Bielefeld0521 5608 444
www.handwerk-owl.de/de

Wirtschaftsförderung der Alten Hansestadt Lemgo: 05261 213 246

Stand: 12.02.2021